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September '19



#Verantwortung und #Eigenverantwortung

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Ich habe mich diese Tage mit Felix Sühlmann-Faul (@Soziologik) auf Twitter unterhalten. Es ging dabei unter anderem um Eigenverantwortung oder Selbstverantwortung und Verantwortung. Es ging um Verbote durch den Staat (Bereich Umweltschutz) und darum, dass wir uns selber an der Nase nehmen sollten.

Ich bin eigentlich klar der Meinung, dass es nicht mehr Gesetze geben sollte, als bereits bestehen. Wird schwer umzusetzen sein, aber es sollte möglich sein. Wieso zum Beispiel regeln wir, dass an einem Velo (D = Fahrrad) eine Bremse sein soll? Lassen wir doch

die Eigenverantwortung zum Zuge kommen. «Du fährst gegen eine Wand, weil Du keine Bremse hast? Dann bezahlst Du in allen Belangen.» Wirkt Ihnen das zu zynisch? Wieso?

Erlauben Sie mir ein paar Jahre in meinem Leben zurück zu gehen. Als Junge war es ein Abenteuer, auf einer Baustelle zu spielen. Klettern, durch dunkle Gänge und Kanäle streifen… Gänsehaut pur. Und dann noch das Risiko, erwischt zu werden. Irgendwann einmal bin ich auf ein Brett gestanden, aus dem ein Nagel hervorgeschaut hat. Gross genug um durch die Schuhsohle in meinen Fuss zu stechen. Es war schmerzhaft, es war noch schmerzhafter den Fuss wieder vom Brett zu nehmen. Das war nämlich zu gross, um es mitzunehmen. Ausserdem, wie läuft man mit Brett am Fuss (ok, manchen gelingt es ja auch mit Brett vor dem Kopf ;-) )?. Zuhause wurde ich verarztet. Merfen weiss, weil ich selber schuld war…  brannte höllisch. Danach Standpauke und Strafe. Kein «wieso war dort nicht richtig abgesperrt!»
Heute würde das anders ablaufen…  Zuerst ins Spital, danach zum Psychiater und dann zum Anwalt, damit das Bauunternehmen wegen ungenügender Abschrankung abgestraft wird und die Haftpflicht des Unternehmens die Kosten übernehmen muss.

Heute ist das ganze unglücklicherweise überregelt. Aber, wieso? Ich mache einen Fehler, dafür muss ich selber geradestehen. Das sollte doch in 80% aller Fälle genügen. Bei den anderen 20% der Fälle, bei gröberen Problemen, da muss der Gesetzgeber einfachste Grundlagen schaffen, als Beispiel Unkrautvernichtungsmittel: «Wer ein Unkrautvernichtungsmittel entwickelt und produziert, ist für die Folgen der Anwendung haftbar. Wer ein Unkrautvernichtungsmittel unsachgemäss benutzt, ist für die Folgen der unsachgemässen Anwendung verantwortlich

Bin ich zu naiv und muss wirklich alles immer so endlos kompliziert sein oder, machen wir es uns komplizierter als notwendig, um die Politiker und Rechtsspezialisten beschäftigen zu können?

Ich bin Kandidat für die Piratenpartei für den Nationalrat und mache mir (trotz praktisch nicht vorhandener Wahlchance) Gedanken. Wenn jemand in der Schweiz einen Anwalt braucht um ein Gesetz zu verstehen, dann ist es nicht für das Volk geschrieben. Aber, sind Gesetze nicht für die Gemeinschaft der sich in der Schweiz befindlichen Personen? Sind wir es diesen Personen nicht schuldig, dass sie die Gesetze auch ohne kostenpflichtige Rechtsberatung verstehen? Sollten wir nicht auf Gesetze verzichten, wenn sie nicht notwendig sind und die notwendigen Gesetze einfach halten? So einfach, dass auch Schüler der 1. Sekundarklasse das Gesetz verstehen? Ich denke ja.

Geschrieben von Chr. M. Flury

05.08.2019 um 18:58:00

Abgelegt in #ZukunftFürKinder



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